Die Beere aus den Dünen
Sanddorn
Ein Strauch, der wächst, wo sonst nichts wächst: auf Sand, im Wind, mit Salz in der Luft. Die Beeren sitzen so dicht am dornigen Zweig, dass man sie kaum einzeln lösen kann, und schmecken so herb, dass sie niemand aus der Hand isst. Für uns ist sie trotzdem eine der spannendsten Früchte, die durch die Presse geht.
Hippophae rhamnoides
Ölweidengewächs, an der Ostseeküste heimisch. Nur die weiblichen Sträucher tragen Früchte.

Ostseeküste, Ende September — wenn die Zweige orange leuchten.

Wo sie wächst
Auf Sand, den sonst niemand haben will
Sanddorn steht auf Dünen, Böschungen und Küstenstreifen, wo der Boden so mager ist, dass Obstbäume aufgeben. Möglich macht das eine Zusammenarbeit unter der Erde: An den Wurzeln leben Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Der Strauch versorgt sich also selbst und hält gleichzeitig den Sand fest, damit er nicht wegwandert.
Für Vögel sind die Beeren im Winter eine der letzten verlässlichen Mahlzeiten. Sie tragen die Samen weiter — deshalb wandert Sanddorn die Küste entlang, ohne dass ihn jemand pflanzt.


Notiz vom Hof
Wer einmal in einem Sanddornbestand gestanden hat, weiß, warum dieser Saft seinen Preis hat. Die Dornen sind kein Beiname.
Die Ernte
Vier bis sechs Wochen, dann ist Schluss
Zwischen September und Oktober wird gesammelt, von Sammlern und Partnerbetrieben an der Küste, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten. Die Beeren gehen nicht durch den Handel, sondern kommen direkt nach Satow und werden in derselben Woche gepresst. Länger warten verzeiht Sanddorn nicht.
Danach zählt nur, wie viel im Lager liegt. Ist der Jahrgang leer, ist er leer — bis zum nächsten Herbst.
Wir pressen, was die Küste hergibt. Nicht mehr.
Was Sanddorn ausmacht
Herb, und das bleibt so
Die Säure ist kein Fehler, sondern der Charakter der Frucht. Süße kommt bei uns nicht dazu — wer es milder mag, mischt mit Apfel oder verdünnt mit Wasser.
Bekannt für Vitamin C
Sanddorn gehört zu den vitaminreichsten Früchten, die hier wachsen. Einen konkreten Wert nennen wir erst, wenn er aus unserer eigenen Analyse stammt.
Öl in Frucht und Kern
Daran liegt die satte orange Farbe und der leichte Schimmer im Saft. Kein Fehler, sondern die Frucht selbst.
Im Glas
Was in der Flasche ankommt
Kräftig orangefarben, fast ölig in der Textur, mit hoher Säure und einer herb-fruchtigen Note. Sanddorn ist nichts für nebenbei — er polarisiert, und genau das macht ihn an der Küste so beliebt.
Geerntet wird an der Küste von September bis Oktober. Außerhalb der Saison füllen wir aus dem Lager des Vorjahrs ab — solange der Vorrat reicht.
- Pur verdünnt
- Als Schorle
- Im Smoothie
- Ernte
- September – Oktober
- Geschmack
- herb · säuerlich · frisch
- Säure
- hoch
- Brix
- 11,5°
- pH-Wert
- 2,9
- Pressausbeute
- 62 %
- Herkunft
- Küste Mecklenburg-Vorpommern
- Verarbeitung
- Kaltpressung · biologisch
Was daraus entsteht
Sanddorn im Hofladen
Als Direktsaft, Nektar und Schorle erhältlich — dazu Sanddorn-Likör aus der Brennerei und kaltgepresstes Sanddornöl.

Direktsaft
Pur, sehr herb — meist verdünnt oder gesüßt genossen.
Ansehen: DirektsaftProduktfoto folgt Fruchtnektar
Mit Wasser und etwas Süße, alltagstauglich mild.
Ansehen: Fruchtnektar
Schorle
Spritzig mit Mineralwasser — der Klassiker im Sommer.
Ansehen: Schorle
Am besten gut gekühlt. Ein Schluck pur, der Rest verdünnt.
Sanddorn aus Ihrer Ernte
Sanddorn ist heikel zu pressen — mit der richtigen Menge machen wir daraus auch Ihren Direktsaft.
